„Kannst du mal eben schnell was schreiben?“ Warum gute Texte lange vor dem Schreiben beginnen

Jein.

Wenn wir schon länger zusammenarbeiten, vielleicht. Wenn wir uns gerade erst kennenlernen, eher nicht.

Ein gutes Beispiel dafür ist eine Kundin, die ich schon länger begleite und die somatisches Atmen anbietet. Wenn sie heute mit einer Idee für einen LinkedIn Beitrag oder ein E-Mailing zu mir kommt, brauche ich oft gar nicht mehr viel. Ein paar Stichpunkte, ein kurzer Austausch und ich weiß ziemlich schnell, worum es ihr geht.

Das war am Anfang unserer Zusammenarbeit natürlich anders.

Für diese erste Phase nehme ich mir bewusst Zeit. Dazu gehört auch eine Zielgruppenanalyse, mit der ich viele der wichtigen Fragen vorab kläre. Wer soll sich angesprochen fühlen? Welche Themen beschäftigen diese Menschen? Welche Fragen bringen sie mit?

Danach gehen wir gemeinsam tiefer. Ich höre zu, frage nach und schaue mir an, was bereits da ist. So entsteht nach und nach ein Bild davon, was du sagen möchtest, für wen und wie es sich nach dir anhören kann.

Das Schreiben kommt erst danach. Denn guter Content entsteht für mich erst, wenn ich verstanden habe, worum es wirklich geht.

Heute kann es dafür wirklich schnell gehen.

Denn ich kenne inzwischen ihre Themen. Ich weiß, wen sie erreichen möchte und welche Sprache zu ihr passt. Neue Inhalte kann ich dadurch leichter einordnen und sehe auch Zusammenhänge, die bei einem einzelnen Auftrag vielleicht gar nicht auffallen würden.

Genau das schätze ich an einer längerfristigen Zusammenarbeit.

Am Anfang liegen viele einzelne Puzzleteile vor mir. Mit der Zeit entsteht daraus ein Bild. Wenn ich dieses Bild einmal kenne, muss ich es nicht bei jedem neuen LinkedIn Beitrag, Newsletter oder Website Text wieder zusammensetzen.

Dann kann aus einem „Kannst du mal eben schnell was schreiben?“ tatsächlich ziemlich schnell ein fertiger Text werden.

Die Grundlage ist einfach schon da.

Bevor ich schreibe, möchte ich verstehen

Für mich gehört dieses Kennenlernen zur eigentlichen Arbeit dazu.

Dabei schaue ich mir auch an, was bereits vorhanden ist. Deine Website, bisherige Beiträge, Newsletter, Präsentationen oder Kundenstimmen erzählen oft viel darüber, wie du bisher kommunizierst und was bereits gut funktioniert.

Besonders spannend finde ich das, was im Gespräch ganz nebenbei fällt. Ein Satz, den du selbst gar nicht besonders findest, kann genau das ausdrücken, wonach wir vorher lange gesucht haben.

Deine Sprache gehört dazu

Guter Content sollte sich auch nach dir anhören.

Deshalb achte ich darauf, welche Begriffe du verwendest, wie du etwas erklärst und welche Formulierungen zu dir passen. Manche Menschen kommunizieren eher sachlich und direkt, andere persönlicher und emotionaler.

Beides kann richtig sein.

Entscheidend ist, dass deine Kommunikation glaubwürdig bleibt und deine Kunden dich darin wiedererkennen.

Was verändert KI dabei?

Mit KI lassen sich innerhalb weniger Sekunden Texte erstellen. Ich nutze sie selbst gerne als Werkzeug zum Strukturieren, Weiterdenken oder Überarbeiten.

Doch auch der beste Prompt braucht etwas, womit er arbeiten kann: Wissen über das Angebot, die Zielgruppe, die Themen und die Sprache.

Je besser ich all das kenne, desto gezielter kann ich auch KI einsetzen.

Die Technik macht manches schneller. Das Kennenlernen, Zuhören und Verstehen bleibt für mich trotzdem ein wichtiger Teil der Arbeit.

Am Ende sieht man diese ganze Vorarbeit einem LinkedIn Beitrag, Newsletter oder E Mailing wahrscheinlich gar nicht an.

Man liest einfach einen Text, der passt.

Für mich beginnt guter Content deshalb lange vor dem ersten Satz.

Du möchtest deine Kommunikation nicht jedes Mal neu zusammensetzen?

Mit TEXTGOLD unterstütze ich dich dabei, deine Themen zu sortieren, klare Botschaften zu entwickeln und daraus passenden Content für deine Marketingkanäle zu machen.

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